Wem gehört Spandau? Vielfalt leben. Kultur neu denken. Paneltalk & Get-together

Wem gehört Spandau? Vielfalt leben. Kultur neu denken. Paneltalk & Get-together

Wem gehört Spandau? Vielfalt leben. Kultur neu denken. Paneltalk & Get-together

Samstag, 20. Juni 2026, 19:00 Uhr
Gemeindehaus St. Nikolai, Reformationsplatz 8, 13597 Berlin

Wem gehört Spandau? Vielfalt leben. Kultur neu denken.

Spandau ist bunt, unterschiedlich, voller Geschichten – doch nicht alle finden sich in seinen Institutionen wieder. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Gräben wachsen, stellt sich umso dringlicher die Frage: Wie können Kultur und Kirche Orte für alle sein?

Wie vielfältig sind unsere kulturellen und religiösen Räume wirklich – und wen schließen sie vielleicht (noch) aus? Wer fühlt sich angesprochen, wer nicht – und warum? Was braucht es, damit Menschen unabhängig von Herkunft, Identität, Lebensform oder Biografie sagen können: Hier gehöre ich dazu?

Diese Podiumsdiskussion rückt Diversität bewusst in den Mittelpunkt: Es geht um Teilhabe, Sichtbarkeit und Gerechtigkeit – in der Kirche, aber auch in Kultureinrichtungen, in der Stadtgesellschaft, im öffentlichen Leben. Und um die Frage, wie Räume aussehen können, die verbinden, statt Grenzen zu ziehen.

Dabei nehmen wir die Realität ernst: Warum wenden sich viele Menschen von etablierten Institutionen ab? Welche Erfahrungen führen zu Distanz – und welche könnten neue Nähe schaffen? Die Forschung zu Nicht-Besucher:innen zeigt: Das Fernbleiben ist selten Gleichgültigkeit, sondern oft eine Antwort auf Ausschluss – erfahrenen oder antizipierten.

Kunst, Musik und kreative Ausdrucksformen spielen dabei eine besondere Rolle: Sie können Räume öffnen, in denen Vielfalt sichtbar wird und echte Begegnung stattfindet – jenseits von Schwellen, die andere Orte errichten.

Impulse geben Dr. Nathalie Eleyth, Pfarrerin Tovja Heymann sowie Priv.-Doz. Dr. Patricia Gwozdz. Im Anschluss kommen die unterschiedlichen Perspektiven in einer Podiumsdiskussion zusammen – moderiert von Julia Preukschat (St. Nikolai Spandau).

Nach einer musikalischen Pause geht das Gespräch weiter – und danach wird es persönlich: Beim Get-together mit Musik ist Raum für Austausch, Begegnung und offene Gespräche.

Ein Spandau für alle? Lass uns darüber sprechen. Mit dir.

Über Pfarrerin Tovja Heymann

Tovja Mascha Heymann ist Pfarrer*in in der Nähe von Frankfurt/Main. Tovja sucht eigentlich immer nur nach Worten für etwas, was doch nicht gesagt werden kann und ist hoffnungslos in Hoffnung verloren. Tovja pflegt, füllt den Kühlschrank und träumt von dem was vielleicht sein könnte. Naja, dafür wird Tovja eben als Pfarrer*in bezahlt. Und natürlich hängt Tovja zu viel planlos am Smartphone und denkt sich: „Eines Tages werd ich auch erwachsen, aber eigentlich will ich das gar nicht.“

Über Dr. Natalie Eleyth

Dr. Nathalie Eleyth, Studium Evangelische Theologie und Religionswissenschaften, aktuell: Senior Teaching Assistant am Ethik-Zentrum der Universität Zürich, Dissertation an der Ruhr-Universität Bochum zu: Sexarbeit aus evangelisch-ethischer Perspektive, aktuelles Habilitationsprojekt an der Uni Zürich: Unlearning Whiteness. Rassismuskritische Relektüre Evangelischer Ethik, Forschungsschwerpunkte: Sexualethik, insbesondere Kritische Sexarbeitsforschung; Rassismuskritische und Postkoloniale Theologien; Theologische Ethik im Dialog mit Critical Whiteness Studies und Black Studies; Feministische und Intersektionale Ethik; Körper, Geschlecht und Machtverhältnisse in theologischer Perspektive

Ehrenamt: Leiterin der Kammernetzwerkgruppe der EKD "Rassismus und Rassismuskritik" und Mitglied der Kammernetzwerkgruppe "Evangelische Sexualethik"

Über Dr. Patricia Gwozdz

Als allgemeine und vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt der romanischen, deutschen und englischsprachigen Literaturen forsche ich an inter- und transdisziplinären Theorieansätzen und Methoden, die epistemologische Fragestellungen durch einen wechselseitigen Austausch zwischen den Geistes- und Lebenswissenschaften (Life Sciences), der populären Wissenschaftskommunikation, der literarischen Poetologie des Wissens sowie der Narrative Medicine und den Medical Humanities ermöglichen. Mein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt hierbei auf den vielfältigen Formen der Theorie und Geschichte des Vulnerabilitätsbegriffs von der Antike bis in die Gegenwart im Vergleich unterschiedlicher Disziplinen.

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